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„Venezuela im Fokus. Das Land zwischen Fronten“

Bonn, 24.06.2021 (cz) - Nach dem Wahlsieg der Opposition bei den Parlamentswahlen 2015 regiert Präsident Nicolás Maduro autoritär. Demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien stehen in Frage. Das Militär spielt nicht nur im Bereich der Sicherheit, sondern auch in der Politik und Wirtschaft eine zentrale Rolle. Die niedrigeren Ölpreise, starke Rohstoffabhängigkeit und eine zerklüftete Regierung haben zu einer Wirtschafts- und Versorgungskrise geführt. Auswanderung aus Venezuela ist die Folge. Hinzu kommen die verheerenden Effekte der Covid-19-Pandemie, deren Ausmaß noch nicht akkurat erfasst werden kann. Wo steht das Land heute? Was ist aus Juan Guaidó geworden, der für viele zum politischen Hoffnungsträger des Landes wurde? Dr. Claudio Zettel vom Iberoclub diskutierte diese Fragen am 23.06.2021 mit Dr. Claudia Zilla (Stiftung Wissenschaft und Politik) und Katharina Wegner (Repräsentantin der Friedrich-Ebert Stiftung in Caracas, Venezuela).



Das Bild Venezuelas, wie Dr. Zilla und Katharina Wegner es zeichneten, ist dabei facettenreich. Venezuelas Regierung sieht die Pandemie gut in Griff: in offiziellen Statistiken werden nur wenige Covid- Erkrankungen und Sterbefälle ausgewiesen und das Modell einer 7 Tage flexibler Öffnung vs. 7 Tage Lockdown Strategie wird als beispielhaft und wirksam vorgestellt. Internationale Statistiken jedoch deuten auf ein anderes Szenario hin: so ist die Impfrate in Venezuela auch im Lateinamerikanischen Vergleich eine der niedrigsten, und die FAO weist auf die von Venezuela erbetenen Nahrungsmittelhilfen hin, um eine humanitäre Hungerskatastrophe abzuwenden. Dr. Zilla zeichnete an diesen und weiteren Beispielen hervorragend die unterschiedlichen Perspektiven nach. Katharina Wegner ergänzte mit einem anschaulichen und spannenden Einblick in den aktuellen Lebensalltag von Caracas. Wer den Beitrag noch einmal ansehen möchten, ist auf dem youtube-Kanal des Ibero-Clubs dazu eingeladen:

https://www.youtube.com/watch?v=9D4M1B50OIE


Lateinamerika in Flammen - die neue Veranstaltungsreihe des Ibero-Clubs

Bonn, 17.03.2021 (cz) - Argentinien, Kolumbien und Bolivien sind die ersten drei Ländern, denen der Ibero-Club in den ersten Wochen des Jahres jeweils eine Veranstaltung widmete. Bereits bestehende aktuelle politische und Herausforderungen in allen drei Ländern werden überlagert von der Pandemie. Gelöst sind die bisherigen Fragen dabei bei weitem nicht: so wurde Kolumbien erneut zum sozialen Krisengebiet. Nachdem Kolumbien in den vergangenen Jahren eine hoffnungsstimmende wirtschaftliche und innenpolitische Konsolidierung erlebte, sind Gewalt und bewaffnete Konflikte heute wieder sind an der Tagesordnung.

Während in Argentinien die nunmehr erfolgte Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen intensiv diskutiert wurde, leidet das Land gerade erheblich unter den Folgen der Pandemie und begegnet dem mit einem rigorosen Lockdown. In Bolivien, dem dritten Land, der Reihe "Lateinamerika in Flammen", hat die Rückkehr des Ex-Präsidenten Evo Morales ins Land die Frage ausgelöst, welche Rolle er zukünftig für sich beanspruchen wird. Und auch dies wird von der Pandemie überlagert: medizinisches Personal  demonstriert und legte mehrfach die Arbeit nieder, nachdem das auch bisher wenig in Erscheinung getretene Gesundheitssystem des Landes vor einer völligen Kapitulation steht. Mit unseren Expertinnen und Experten vor Ort und in Deutschland hat der Ibero-Club zahlreiche Optionen diskutiert, die sie auf unserem youtube Kanal weiterhin nachhören können. Wie machen wir weiter? Als nächstes Land werden wir uns am 31.03.2021 Chile widmen, welches derzeit eine Achterbahnfahrt zwischen Musterschüler und Prügelknaben erlebt. Unsere Einladung finden Sie unter "Veranstaltungen" oder auf unserem facebook und youtube Kanal!


Der Ibero-Club wird digitaler

Bonn, 15.01.2021 (cz) – Nach einem Jahr der Herausforderungen 2020 richten sich alle Hoffnungen auf das 2021. Werden wirksame Impfungen wieder physische Treffen und Veranstaltungen ermöglichen? Wir setzen fest darauf. Solange dies aber noch nicht der Fall ist, setzt der Ibero-Club auf andere Formen der Information und des Austausches: für unsere Mitglieder stellen wir monatlichen einen Newsticker zu Ereignissen in den Ländern Lateinamerikas und der iberischen Halbinsel zusammen. Darüber hinaus finden Sie auf unserem youtube-Kanal einige Videos. Und vor allem haben wir unsere Veranstaltungen in den digitalen Raum verlagert.
Bereits 2020 hatten wir mit Partnern mehrere hybride Veranstaltungen durchgeführt, die sowohl digital übertragen wurden wie auch eine kleine Anzahl Teilnehmender vor Ort zuließ. 2021 beginnen wir das das Jahr mit einem virtuellen Kamingespräch zu Argentinien, welches wir ausschließlich digital durchführen. Schauen Sie gerne auf unseren Veranstaltungen vorbei: Ibero Club Bonn e.V. - YouTube

https://www.youtube.com/channel/UC4DhIiN1atU6p7-_XZXP-mA


NACHRUF- Gisela Gräfin Schirndinger von Schirnding

⃰   6. Februar 1929 in Wetzlar   †  26. August 2019 in Bad Godesberg

Bonn (cz) -Mit Trauer teilen wir mit, dass Gisela Gräfin Schirndinger von Schirnding, die Ehefrau unsere ehemaligen Präsidenten und langjährigem Präsidiumsmitglied Dr. Joachim Graf von Schirnding, verstorben ist. Sie ist nach langer Krankheit von ihren Leiden erlöst worden. Ihr engagiertes Wirken im Ibero-Club ist allen langjährigen Mitgliedern in gutem Gedächtnis und wird es bleiben. Keine Adventsfeier gab es ohne ihre exzellenten Plätzchen, die sie so gerne gebacken hat! Ihre Backkünste sind nur ein kleiner Teil eines großen Herzen, das der Diplomatin und Persönlichkeit innewohnte. Um ihre Familie wie auch im gemeinnützigen Bereich hat sie sich um Menschen gekümmert – ob dies im Iberoclub neu hinzugezogene Familien waren oder zuletzt auch geflüchtete Menschen, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann aufnahm. Bis ins hohe Alter hat sie sich an der Seite ihres Mannes regelmäßig weitergebildet und interessiert bei den Vortragsveranstaltungen des Clubs mitdiskutiert. Ein Foto von unserem Sommerfest 2015 zeigt sie in der in sich gekehrten lebensbejahenden Ruhe, wie wir sie in Erinnerung behalten werden. Ihre liebenswerte Art und Hilfsbereitschaft wird uns fehlen. Ihrem Mann und ihrer Familie  sprechen wir unser tiefempfundenes Mitgefühl aus. 


"Präsidium wurde einstimmig bestätigt" 

Bonn, 27.04.2018 (cz) - Der Bonner Ibero-Club hat mit seinen 47 Veranstaltungen, darunter Vortragsveranstaltungen, Exkursionen, Wanderungen, Konversationstreffen oder Konzerte als ein aktiver Kulturvermittler im vergangenen Jahr viele Menschen angesprochen. Ergänzt wird diese Bilanz des Vereins um Spanisch-Sprachkurse, die von Anfänger bis „Profis“ reichen – im Mittel bietet der Ibero-Club damit an jedem Tag des Jahres eine Veranstaltung in Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis. Auf seiner diesjährigen Jahres Mitgliederversammlung präsentierte das geschäftsführende Präsidium die Höhepunkte des Veranstaltungsprogramms und zog eine positive Bilanz.

Die aktive Kulturarbeit zahlt sich für den Verein in vergangenen Jahren kontinuierlich aus: die Mitgliederzahlen steigen stetig an. Inzwischen zählt der Verein fast 250 Mitglieder und erreicht einen Freundeskreis von rund 2000 Menschen in der Region Bonn - Rhein Sieg.  Regionaler Schwerpunkt der Kulturarbeit sind Informationen rund um Länder Lateinamerikas, Spanien und Portugals. Inhaltlich stehen im Fokus der Arbeit der Austausch und die Begegnung von Menschen, die hier Gelegenheit erhalten, sich aus erster Hand zu informieren.

Auf der Mitgliederversammlung des Ibero-Clubs standen dieses Jahr auch die Wahlen des Präsidiums an. Das geschäftsführende Präsidium wurde von den anwesenden Mitgliedern dabei einstimmig im Amt bestätigt. Geleitet wird der Club damit auch künftig von Dr. Claudio Zettel als Präsidenten, sowie den Vizepräsidenten Adolf Ederer, Botschafter a.D., und Robert Kaeser als Schatzmeister. 


Iberoclub, 22.11.2021
info(at)iberoclub.de